Sonntag, 13. Dezember 2009

Seitan, einfach selbst herstellen!

Heute habe ich mal die Herstellung von Seitan, dem "Fleisch" aus Getreide, mit dem Fotoapparat dokumentiert. Und damit Ihr das nachvollziehen könnt, hier der Link zu dem entsprechenden Fotoalbum auf Flickr. Seitan, das sei hier noch einmal erwähnt, ist eine Art Fleischersatz, den man aus Weizenmehl gewinnt.

Eigentlich ist es sehr einfach herzustellen. Besonders viel Talent ist dazu nicht nötig. Das kriege sogar ich hin!

Der Kampf gegen die Betonwüsten der Städte!

Was sind Städte und warum konzentriert sich die menschliche Rasse in ihnen? Eine Frage, die sich nicht so leicht beantworten lässt. Wer auf Wikipedia nach "Stadt" sucht, findet eine Definition, die besagt, Städte seien eine größere, zentralisierte und abgegrenzte Siedlung mit einer eigenen Verwaltungs- und Versorgungsstruktur im Schnittpunkt größerer Verkehrswege. So weit, so gut! Wer heute durch eine, ("seine") Stadt geht, nimmt sie als eine große bis gigantische Ansammlung von Gebäuden, Fabriken, Geschäften und Straßen wahr. In den Innenstädten drängen sich hohe Häuser aneinander, um jeden Quadratmeter Bodens möglichst effektiv auszunutzen. Denn Boden ist teuer in den Städten. Da ist kein Platz für ein bisschen Grün. Hier und da gibt es "Parkanlagen", bzw. das, was die Stadtverwaltung und das Grünflächenamt dafür hält. Es sind meist leblose Rasenflächen mit ein paar Sträuchern drauf, die im Frühling durch einige Blumen, die aus verschiedentlich eingegrabenen Blumenzwiebeln sprießen. Solcherart "Parkanlagen" sind leicht zu pflegen - man mäht sie alle paar Wochen, rupft mit Hilfe von 1-Euro-Jobbern hin und wieder das "Unkraut" raus und hält das dann für einen schönen, sauberen und gepflegten Park. Naja, die Geschmäcker sind verschieden und der Geschmack der Stadtverwaltung ist ausschließlich geprägt, von der Größe ihres Budgets.

Das Leben in Städten ist nicht gerade gesund. Die Luft ist verschmutzt durch die Abgase von Autos, Heizungen und Fabriken, die meist in einem Ring um die Städte herum gelegen sind. Zwar heizt man heut nicht mehr so viel mit Kohle wie in früheren Zeiten, aber da es keinen nennenswerten Pflanzenwuchs gibt, der den Staub aus der Luft filtern und CO2-Emissionen binden könnte, ist die Luft verschmutzt mit Feinstaub. Dazu kommt Strassenverkehrslärm nahezu rund um die Uhr von Autos, Eisenbahnen und Flugzeugen, die starten und landen und dabei die Anwohner an der Leistung ihrer Triebwerke Anteil haben lassen.

Ja noch nicht einmal der Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit ist ohne gesundheitliche Gefahren zu bewältigen. Enge Geh- und Radwege, deren Oberfläche derart uneben ist, dass man ohne Gefahr nicht darauf laufen, geschweige denn sicher mit dem Fahrrad fahren kann, sorgen dafür, dass die Bewohner sich lieber des Autos bedienen und so natürlich selbst zur Luftverschmutzung beitragen, über deren Auswirkungen sie sich hinterher beklagen. Aber was kann man tun, gegen diese Betonwüsten, in die sich unsere Städte im Lauf der Jahrhunderte verwandelt haben? Nun, wir können den Betonwüsten den Kampf ansagen, ihnen den Krieg erklären, indem wir uns in Guerilla Gärtner verwandeln, die danach trachten, der Natur - auch und gerade innerhalb unserer Städte - wieder zu ihrem Recht verhelfen. Beginnen können wir dort mit unserem Kampf, wo sich in den Städten Nischen auftun und seien sie auch noch so klein!

Guerilla Gärtner sollten sich in kleinen, locker vernetzten Gruppen zusammen tun, die über soziale Netzwerke kommunizieren und sich gegenseitig über geplante Aktionen, geeignete Flächen und wichtige Termine informieren. Man muss sich nicht persönlich kennen. Es ist absolut ausreichend, wenn man sich mit dem Spitz- oder Kampfnamen kennt. Guerilla Gärtner treffen sich zu gemeinsamen Pflanzaktionen und informieren anschließend die Öffentlichkeit über erfolgreiche Aktionen, indem sie Artikel in Blogs veröffentlichen und dazu Fotos (am besten sind vorher-nachher-Fotos) ins Netz stellen.

Besonders Flächen, die vom Grünflächenamt betreut werden, bieten sich dafür an, schöne und für die Ernährung von Menschen nützliche Pflanzen zu säen. Seedbombs/Seedballs können mit verschiedenen Mischungen von Samen hergestellt werden. Hat man als Ziel einer Guerilla-Aktion eine Baumscheibe ausgewählt, ist es sinnvoll, dort nur Blumen zu säen, da diese Flächen oft als Hundeklo genutzt werden. Und wer will schon Gemüse auf einer solchen Fläche ernten, wo "verantwortungsvolle und tierliebe" Mitmenschen ihre Fiffis hinkacken lassen? Genau, keiner!

Es ist sinnvoll, sich gelegentlich zu treffen und gemeinsam Seedballs/Seedbombs herzustellen. Wenn ein paar Leute zusammen arbeiten, kann man in recht kurzer Zeit eine ansehnliche Menge fertigen. Nach dem Trocknen der Seedballs, können diese auf die Teilnehmer verteilt werden, so dass jeder von ihnen über eine Anzahl dieser "Hauptwaffe" der Guerilla Gärtner verfügt und diese bei Streifzügen durch die Stadt per Wurf zu verteilen. Diese Geschosse können sogar dort hin geworfen werden, wo man durch Zäune oder was auch immer daran gehindert wird, direkt zur Aussaat zu schreiten.

Des weiteren gibt es Hinterhöfe, die begrünt werden wollen, Verkehrsinseln, die einfach nur eine Rasenfläche sind und nach bunten Blumen förmlich schreien. Wer einen Balkon besitzt, der soll ihn bepflanzen mit Blumen und Gemüse, das er in Blumenkästen ziehen kann. Wer nicht weiss, was er anpflanzen kann oder soll, der kann mal hier nachschauen, in der Pflanzendatenbank.

Überall gibt es Flächen zum Bepflanzen und seien sie auch noch so klein. Auch ein Keimling ist sehr klein. Er hat sehr kleine Wurzeln. Aber doch ist diese Wurzel in der Lage in die kleinste Spalte in hartem Stein einzudringen und sich ihren Weg zu bahnen bis hinunter zum Mutterboden! Es gibt Pflanzen, die ranken und klettern die glattesten Fassaden hoch, dem Licht, der Sonne entgegen. Wo es der Platz zulässt, soll ein Seedball abgelegt werden und seine Segen bringende Aufgabe erfüllen - der Natur zu ihrem Recht in den Stein- und Betonwüsten der Städte zu verhelfen! Wo Brachen sind, verwahrloste Grundstücke, Industriebrachen wo Fabriken schließen mussten, geht hin und begrünt, bepflanzt sie und macht aus diesen Flächen kleine Paradiese für Menschen und Tiere!

Die Städte gehören Euch, Ihr Menschen! Begrünt sie!

weiterführende Links:

Dienstag, 8. Dezember 2009

Bio-Lebensmittel per Post

Wer, so wie ich, beruflich stark engagiert ist und daher zeitlich sehr eingeschränkt, hat oft eine regelrechte Allergie gegen das Einkaufen entwickelt, besonders wenn es sich um Lebensmittel handelt. Legt man Wert darauf, dass die Nahrungsmittel stets frisch sind, geht man mindestens alle 2-3 Tage in den Supermarkt, vorzugsweise zu Alnatura oder etwas in der Richtung. Aber da es sich auch bei einem Bio-Supermarkt eben um einen Supermarkt handelt, hat man auch dort mit den Tücken des Marketing und der Verkaufspsychologie zu kämpfenn. Will heissen, man geht rein, mit dem festen Willen, nur ein paar Dinge für das Abendessen zu kaufen und kommt raus mit einem Einkaufswagen voller Krempel!

Is nix für mich in jedem Fall und darum segele ich täglich durch´s weltweite Web auf der Suche nach Dingen die Euch und natürlich auch mich interessieren könnten. Und siehe da, schon bin ich fündig geworden: Wer auf Bio-Nahrungsmittel steht, der sollte mal seinen Fokus auf bringmirbio.de legen und das in jedem Fall mal austesten. Ich hab heute ein Packet bekommen mit Früchten und Obst und ich muss sagen - alles sauber verpackt, in Holzwolle sicher eingebettet, knackfrisch und sauber. Alles Bio, wie es der aufgeklärte Mensch von heute gern hat.

Ich kann Euch daher die Website nur ans Herz legen. Da könnt Ihr Obst und Gemüse im Abo beziehen. Es gibt auch Käse und ein dazu passendes gutes Weinchen (für alle, die´s Saufen nich lassen können oder wollen), außerdem Kosmetika für die holde Weiblichkeit und allerlei andere interessante Dinge. Einfach mal anschauen und vielleicht ein Probepaket ordern!



bringmirbio.de - hier bestelle ich gern

Die Welt und das Klima retten - aber wie?

Man kann sich dem Rummel um den Weltklimagipfel in Kopenhagen kaum entziehen. Seit dem Start am 7. Dezember wird man von einer wahren Flut an Informationen und Apellen an die teilnehmenden Wissenschaftler, Wirtschaftsexperten und Politiker aller Couleur und aus aller Herren Länder (192 teilnehmende Staaten sollen es ja sein und ein großer Teil der Menschen wird sich vermutlich ernsthaft fragen, ob es soviele überhaupt gibt und wo die möglicherweise liegen) überrollt. Ein riesiger Auflauf, ein enormer logistischer Aufwand und die Frage sei gestattet, ob das gerechtfertigt ist! Wie wird denn beispielsweise der CO2-Ausstoss neutralisiert, der dabei entsteht, dass die Mehrzahl der Konferenzteilnehmer mit dem Düsenjet in Kopenhagen eingeschwebt ist? Was für Ergebnisse können wir von dieser Party erwarten für unseren Planeten, ausser unverbindlichen Vereinbarungen, an die sich niemand halten braucht, weil es keine Konsequenzen geben wird, mit Aussnahme eines steigenden Meeresspiegels und ein paar abschmelzender Gletscher? Wenigstens eines ist sicher - die Nutten in Kopenhagen und ihre Zuhälter freuen sich über boomende Geschäfte mit den Freiern, die ja irgendwo und irgendwie den Druck, der sich bei dem zu erwartenden sinn- und hirnfreien Geschwafel aufbaut, los zu werden!

Und es ist zu großen Teilen sinn- und hirnlos. Merkel schimpft mit den Indern und Chinesen, die sollen doch ihren CO2-Ausstoss reduzieren. Die aber zeigen den langen Mittelfinger und argumentieren, dass jeder Chinese -statistisch gesehen - nur halb soviel CO2 emitiert wie ein Deutscher (4,8 t : knapp 10 t). Aber im Maul aufreissen sind wir ja schon immer groß gewesen! Und so heulen die Europäer auf, sie würden nur dann den CO2-Ausstoss reduzieren, wenn die anderen das auch tun. Und weil´s so wichtig ist für das Klima und das Überleben der Menschheit, sagen die Amerikaner, die bekanntermassen die größten Umweltschweine sind, sie könnten ihren CO2-Ausstoss um satte 4% senken wollen. Aber nur, wenn die anderen auch was tun...was für ein Scheiss! So steht zu befürchten, dass diese mit soviel Vorschusslorbeeren und Hoffnung n bedachte Klimakonferenz sich zu einer neuen Partie Beamtenmikado entwickelt, bei der diejenigen verlieren, die sich zuerst bewegen. Aber im "Arsch-auf-dem-Stuhl-platt-drücken" sind unsere Politiker ja in der Rolle ihres Lebens.

Wer sich noch an die hohlen Phrasen des Kyoto-Protokolls erinnert, ist skeptisch geworden, noch bevor die so spannend und als Wendepunkt der menschlichen Geschichte erwartete Weltklimakonferenz in Kopenhagen überhaupt gestartet war. Obwohl schon seit Jahr und Tag bekannt, brach die Organisation bereits vor Öffnung der Pforten zusammen, so dass nicht alle Beobachter und Journalisten akkreditiert werden konnten, die es sich in den Kopf gesetzt hatten, von diesem Großereignis zu berichten. Es kamen ja auch völlig überraschend und unerwartet viele Interessenten. Bleibt nur zu hoffen, dass die ca. 15.000 Deligierten, die den Weg dahin gefunden haben, auch nachhaltig und ökologisch korrekt mit Bio-Futter ernährt werden und nicht mit den Überresten der letzten Thunfische, die den sich überhitzenden Weltmeeren entrissen wurden.

Wenigstens sind etliche Umweltschutzverbände aktiv, teils in beratender Funtion, teils in mahnender, wie z. B. Greenpeace. Die haben es sich zur Aufgabe gemacht, täglich die jeweils stärksten Bremser einer Einigung an den Pranger zustellen. Diesen Preis der Schande hat am heutigen Dienstag Österreich "gewonnen". Darum bekam die österreichische Botschaft in Berlin einen dampfenden Topf mit einer in kochendem Wasser schwimmenden Erdkugel überreicht! Österreich ist der Klimakiller des Tages und deshalb "Verleiht Greenpeace den Negativpreis an die Botschaft Österreichs in Berlin" (Artikel auf greenpeace.de am 8.12.2009). Die Österreicher versuchen nämlich zusammen mit Schweden und Finnland die Berechnungsgrundlagen für die Anrechnung des Waldes als CO2-Senker so zu beeinflussen, dass die EU weniger CO2 einsparen muss, als notwendig ist! Ein durchsichtiges Manöver, um die Interessen verschiedener Lobbygruppen zu vertreten. Denn die sind in diesen Zeiten so aktiv wie selten zuvor und lassen sich den Spass etliches kosten!

Aber was können wir denn jetzt konkret tun, um das Klima zu retten? Die Reduzierung von CO2-Emissionen ist ein Ding und zwar ein recht theoretisches. Genaueres wird man erst dann erfahren, wenn man sich überhaupt auf ein gemeinsames Ziel einigen kann und das steht in den Sternen. Letzlich muss uns aber allen klar sein, dass es uns an den Geldbeutel gehen wird. Denn das Erreichen von Klimaschutzzielen ist ausschliesslich eine Frage des Geldes und das wiederum wird sich der Staat aus unseren Taschen holen, in der er in der Vergangenheit mit schönerRegelmäßigkeit hinein gefriffen hat, um sich dorten zu bedienen. Warum sollte es jetzt anders sein? Und weil man den Bürger/Wähler so schön schwindelig reden kann, kann man bei diesem Eingriff in jedermannes Geldbeutel gleich auch noch ein bisschen für sich selbst abzwacken, das merkt sowieso keiner.

Und es gibt viele Einsparpotenziale, nicht nur in unserem Land. Mit Fleiss hat man sich ja schon an die Arbeit gemacht, um das Klima zu retten. Man hat die Glühbirnen abgeschafft, jedenfalls stufenweise. 100 Watt Glühbirnen gibs nicht mehr zu kaufen in Deutschland und in einem generalstabsmäßig ausgearbeiteten Gesetz wurde festgelegt, dass auch alle anderen Arten von Glühbirnen bald nicht mehr zu haben sein werden. Es gibt dann nur noch Energiesparlampen. Natürlich ist das vernünftig. So spart man Energie in jedem Haushalt und mit der Zeit werden alle Glülampen durch Energiesparlampen ersetzt sein. Schade nur, dass niemand dem Bürger sagt, dass der Anteil der Energie, die mit den alten Glühlampen in unseren Haushalten verheizt wurde, bei lediglich 1,5% liegt. also absolut gesehen total zu vernachlässigen ist. Die Energiekonzerne brauchten also nicht zu fürchten, durch die Energiesparlampenverordnung große Verluste einfahren zu müssen. Andererseits verschaffte man der Elektroindustrie ein paar schöne Aufträge für die Fertigung von Energiesparlampen!

Die alten Heizungen in den Millionen von Mietwohnungen, die veralteten Elektrogeräte (Kühlschränke, Backöfen Waschmaschinen, Trockner, Fernseher usw.), die interessieren schon gar keinen. Wollte man Mietwohnungen (und in Mietwohnungen lebt die Mehrzahl der Deutschen) energieeffizient machen und sowohl Heizkosten, als auch CO2 einzusparen, müsste man den Vermietern weh tun und diese dazu zwingen, ihre Wohnungen zu modernisieren. Freiwillig und zum Schutz der Umwelt und des Klimas wird das keiner tun, denn die hohen Heizkosten für die Mietwohnungen zahlt der dämliche Mieter und nicht der Vermieter. Aber die Vermieter haben natürlich auch ihren Lobbyverein und darum vertritt die Politik auch deren Interessen vehement und sorgt dafür, dass keine Gesetze verabschiedet werden, die den Vermietern zu hohe Kosten auferlegen. Wem es als Mieter nicht passt, der kann sich ja ne neue Wohnung suchen, die eine moderne Heizung und hervorragende Isolation hat. Das ist doch ganz einfach, so regelt "der Markt" die Modernisierung von Mietwohnungen - oder eben auch nicht!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gewinnung von Energie. Fakt ist, es ist heute schon möglich, 100% der benötigten Energie aus regenerierbaren Quellen zu gewinnen. Aber das will niemand. Die Energiekonzerne wollen ihre - mit viel finanzieller Unterstützung vom Staat erbauten - Atomkraftwerke so lange laufen lassen, bis sie sprichwörtlich auseinander fallen. Schließlich bringt jedes bereits abgeschriebene Atomkraftwerk pro Tag in Betrieb 1 Millionen Euro Gewinn! Kohlekraftwerke (die wirklichen CO2-Schleudern) werden noch immer neu gebaut und sagar für die Zukunft geplant. Ausser den betroffenen Bürgern an den vorgesehenen Standorten und die Umweltschutzorganisationen interessiert das aber niemanden. Statt dessen versucht man das CO2 küntgi abzusdcheiden und irgendwie und irgendwo unter die Erde zu pumpen. Bisher hat neimand eine Ahnung, ob das überhaupt in großtechnischen Massstab funktioniert und on das sinnvoll ist. Aber man argumentiert heute schon damit, obgleich niemand weiss, wie lange es noch dauern wird, diese Technik serienreif zu machen. Hauptsache die geplanten Kohlekraftwerke können erstmal gebaut werden, Wenn sie dann mal stehen, werden sie laufen bis zum bitteren Ende, das kann ich Euch sagen.

Wie kann man aber schon heute groé Mengen CO2 aus der Luft filtern und dauerhaft binden? Durch Wälder, genau! Bäume sind wahre Wunderwerke der Natur und je mehr Bäume es gibt, desto mehr CO2 wird in der Holzmasse gebunden. Aber was geschieht? Forstet man in großem Massstab auf? pflanzt man neue Wälder, wo die alten gefällt wurden? Wo denkt Ihr hin! Die Regenwälder werden schneller abgeholzt und gebrandrodet, als man "CO2" sagen kann. Auch wenn Staaten wie Brasielien jedes Jahr auf´s neue vollmundig erzählen um wieviel Prozent die Rodung des Waldes verringert wurde, werden die Flächen die noch relativ unberührt sind immer kleiner und es ist davon auszugehen, dass es in 50 Jahren auf diesem Planeten keinen Regenwald mehr gibt, den man so nennen kann! Das einzige was in diesem Bereich zählt, sind die ständig wachsenden Flächen für Rinderweiden, damit die Menschheit auch in Zukunft mit den edlen und mehr als gesunden Produkten von McDonalds und BurgerKing beglückt werden kann. Überall, wo die natürlichen Ressourcen unserer Erde ganz besonders effektiv zerstört werden, haben "unsere" Großkonzerne ihre schmutzigen Pfoten im Spiel und so ist der Kampf um´s Klima immer auch ein Kampf gegen die Industrie, gegen die multinationalen Konzerne und den Egoismus und den Eigennutz der Politiker, mal ganz abgesehen von den zockenden internationalen Finanzinstituten, deren zur obersten Maxime erhobenen Prinzip des "aus Scheisse Geld machen ist gut, ader aus Nichts Geld machen ist besser" uns die jüngste Finanzkrise beschert hat! Nicht ohne Grund haben Kritiker den Politikern vorgeworfen, dass sie die Welt schon längst gerettet hätten, wenn sie denn nur eine Bank wäre. Wie im letzten Jahr plötzlich Milliarden und Abermilliarden aus dem Hut gezaubert wurden, um die zockenden Bankster vor dem drohenden Untergang zu bewahren, muss einen noch heute verwundern.

weiterführende Links:


Sonntag, 22. November 2009

In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Ist das, was auf dieser Welt geschieht eigentlich normal, beziehungsweise müssen wir es einfach als normal hinnehmen, weil es so ist wie es ist? Während die megareichen Regierungen der westlichen Hemisphäre den Banken aus lauter Angst vor dem Zusammenbruch eines Finanzsystems, dessen einzige erkennbare Aufgabe es ist, die Reichen noch reicher zu machen, verhungern in anderen Teilen dieser Welt Menschen, weil sie nicht genug zum Essen haben. Kinder sterben, weil sie mit Fäkalien verschmutztes Wasser trinken müssen, an Durchfallerkrankungen, oder werden von der Malaria dahingerafft. Unterdessen machen Konzerne märchenhafte Gewinne, während sie durch Dummheit, oder Rücksichtslosigkeit erwirtschaftete Verluste sozialisieren, d. h., die Verluste trägt die Gesellschaft, die Gewinne werden eingesteckt und zum Teil an die Aktionäre ausgeschüttet.

Dies ist eine Welt, in der nur der etwas gilt, der Besitz hat. Wer nicht über Geld verfügt, der hat eben Pech gehabt und ist dmenach auf Gedeih und Verderb vom Mitleid der Besitzenden abhängig. Und die geben eben das, was sie für notwendig erachten in in dem gleichen Maß, wie die Zahl der Hilfsbedürftigen steigt, nimmt nicht nur die Zahl der Spender, nein, es nimmt auch die Höhe der einzelnen Spenden ab. Für nichts anderes hält man die Alimentation von Bedürftigen offenbar von Seiten der Regierungen - für eine Spende, einen Gunstbeweis, den man nur dann bekommt, wenn man Wohlverhalten an den Tag legt. Also sinkt die Höhe der Zuwendungen real, anstatt zu steigen, damit man die ebenfalls steigenden Lebenshaltungskosten, Mieten und Energiepreise auch weiterhin tragen kann und unter diesen Umständen müssen andere Wohltaten, wie z. B. die Teilhabe an Kultur und an Wissen, aber auch der Gesundheit oder einer vernünftigen Altersvorsorge gewisse Abstriche machen. Hartz IV nennt sich das Ganze und war die Idee eines Wirtschaftsbosses, der mittlerweile rechtskräftig verurteilt wurde. Die Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, werden als lästige schmarotzer betrachtet und genauso behandelt, Banken, die durch die Gier, den Egoismus und die kriminelle Energie ihrer Manager in den Ruin getrieben wurden, erhalten Unterstützung finanzieller Art, dass es einem Übel wird. Mal abgesehen davon, dass mit der Unterstützung der Banken durch die Regierungen (mit unseren Steuergeldern) dem Begriff Arschkriechen eine völlig neue und erweiterte Bedeutung gibt, ist es außerordentlich bemerkenswert, wie wenig Geld und Einigkeit bei der Bekämpfung des Hungers und der Rettung des Weltklimas aufgebracht werden kann.

Es macht den Eindruck, dass seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und ganz besonders seit dem Fall des Eisernen Vorhangs, der Kapitalismus eine Stellung in dieser Welt einnimmt, die ihm auf Grund der daraus entstehenden Folgen für die Umwelt und die Menschheit, garnicht zusteht. Es ist absolut nicht einzusehen, dass nur deshalb, weil einige kleinere Gruppen von Geschäftemachern keine Grenzen in ihrer Gier mehr kennen und für sich das Recht in Anspruch nehmen, alles, aber auch wirklich alles zu Geld zu machen und zwar um jeden Preis, auf der anderen Seite mehr als eine Milliarde Menschen nichts zu Beissen hat! "Leere Versprechen machen nicht satt", titelte n-tv am 16.11.2009 und deutlicher kann man die verbrecherische Haltung der westlichen Regierungen beim Kampf gegen den Hunger kaum kritisieren. Keine verbindlichen Vereinbarungen, keine Gelder die bewilligt wurden, nichts! Man sieht seelenruhig zu, wie sich die Versorgungssituation unzähliger Menschen immer weiter verschlechtert. Da hilft selbst das Gezeter des Papastes nichts!Und die multinationalen Konzerne versprechen seit Jahren, sie könnten und wollten den Hunger auf der Welt nicht nur bekämpfen, sondern ihn gar besiegen, wenn man sie nur endlich, endlich nach belieben die Nahrungspflanzen gentechnisch verändern liesse. Was sie aber nicht sagen ist die Tatsache, dass auch Nahrungsmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen Geld kosten. Geld, das die Menschen in der Dritten Welt einfach nicht haben - heute nicht und morgen auch nicht! Warum also sollten wir die Ressourcen dieser Welt den Konzernen überlassen? Damit sie sämtliches Saatgut patentieren lassen können, freies Saatgut abschaffen und Patentrechte auf jede Art von Nahrung , auf jede Art gezüchteter Nutztiere erwerben können?

Aber der Hunger macht nicht Halt vor den Grenzen der westlichen Industriestaaten. Im Gegenteil. Sogar in den USA, einem der reichsten Länder dieser Erde (und leider auch eines der kapitalistischsten), mussten im letzten Jahr 50 Millionen Menschen hungern - in einem Land, das stinkreich ist, in dem Genpflanzen nahezu auf jedem Acker angebaut werden, in dem riesige Konzerne nach Gutdünken schalten und walten können. Wie ist das zu erklären? Hunger und der Kampf gegen diesen, hat also keineswegs etwas mit Gentechnik zu tun, auch nicht mit industrialisierter Landwirtschaft, viel eher ist er eine Frage des Geldes und der Verteilung der vorhandenen Lebensmittel. Aber warum sollten die Konzerne ihre Lebensmittel dahin transportieren wollen, wo die Leute nicht über die entsprechenden Gelder verfügen, um sich die Lebensmittel, oder das, was die Konzerne dafür halten, zu kaufen!

Genauso wenig, wie die Pharmaindustrie ein Interesse daran haben kann, Menschen von ihren Krankheiten zu heilen (denn nur Menschen, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg teure Medikamente kaufen, bringen die fetten Profite), hat die Nahrungsmittelindustrie ein Interesse, Menschen den Zugang zu Lebensmitteln zu eröffnen, die sie nicht in ihren Fabriken produziert haben. Menschen kann man am Besten Kontrollieren, wenn man ihren Zugang zur Nahrung kontrolliert. Das geht am einfachsten, indem man danach strebt, sämtliches Saatgut und alle Reproduktionsmethoden für Pflanzen und Tiere zu monopolisieren, indem man Patentrechte darauf erwirbt. Bei Saatgut geht das am einfachsten, indem man es getntechnisch verändert und beispielsweise mit einer Terminatortechnologie ausstattet, die dafür sorgt, das nur diejenigen das Saatgut zum Keimen und zur reife bringen können, die auch die entsprechenden Lizenzgebühren bezahlt haben.

Wollen wir wirklich in einer solchen Welt leben? In einem Alptraum, der eine totale Kontrolle der menschlichen Spzies ermöglicht, indem man den Zugang zur Nahrung kontrolliert? In der Freiheit nur ein Wort ist, das man in den Mund nimmt, wenn es die "richtige" Regierung zu wählen gilt, das einem aber ansonsten am Arsch vorbei geht?

Wir dürfen nicht zulassen, dass die Konzerne die Oberhand gewinnen. Es ist nicht die Bestimmung unseres Lebens, als abhängig Beschäftigte in großen Fabriken zu arbeiten und das zu konsumieren, was man uns als Nahrung vorsetzt, was man uns als Mode präsentiert, oder als hippen Freizeitsport? Mensch, Leute, fangt an selbst zu denken und hinterfragt jede neue Nachricht dahingehend, wem sie letztendliche einen Vorteil bringt - den Menschen, oder den Konzernen. Ihr könnt sicher sein, sie bringen immer nur den Konzernen einen Vorteil und ihren in der Regierung sitzenden Lakaien, denn sonst würden sie uns die Produkte nicht anbieten, die sie uns anbieten!

weiterführende Links:

  • 30 Millionen Menschen betroffen - Unterernährung in der EU (n-tv vom 1.9.2009 - hier geht es nicht um Menschen, die sich ihre Nahrung nicht leisten können, weil sie kein Geld haben. Es geht vielmehr um Menschen, die aus Altersgründen, oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, sich Nahrung selber in ausreichender Menge zuzuführen. Auch hier ist der Grund für die Mangel- und Unterernährung eine Frage des Geldes, denn indem am Pflegepersonal gespart wird, überfordert man die wenigen verbleibenden Pfleger, so dass einfach nicht mehr genug Zeit bleibt, um alle pflegebedürftigen Menschen ausreichend zu ernähren! Eine Schande in einer Greichen Gesellschaft wie der unseren, aber eine logische Konsequenz in Folge der Privatisierung von sozialen Dienstleistungen und das Bestreben, mit ihenen Gewinne zu erwirtschaften. Dies geht nur auf Kosten der Patienten und der Qualität!)
  • UN-Gipfel: Papst wettert gegen Nahrungsmittelkonzerne (Focus vom 16.11.2009)
  • Welternährungsgipfel - Viel Strategie - aber kein bisschen Geld (sueddeutsche.de vom 16.11.2009)


Samstag, 7. November 2009

Die Zukunft der Landwirtschaft?

Eine einfache Frage? Und doch so schwer zu beantworten! Die Gründe liegen auf der Hand, denn die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen auf diesem Planeten sind begrenzt. Zwar weiss jeder, der sich auch nur ein klein wenig dafür interessiert, dass die Abholzung des Regenwaldes keine dauerhaft nutzbaren Ackerflächen hervorbringt - der Waldboden ist nämlich recht nährstoffarm und darum binnen kürzester Zeit durch die konventionelle Landwirtschaft völlig ausgelaugt. Das einzige was vermeintlich dagegen hilft, ist der massive Einsatz künstlicher Düngemittel, die praktischerweise aus erdölbasierten Chemikalien hergestellt werden, intensiver Einsatz von Maschinen (die natürlich auf Treibstoff angewiesen sind, welches natürlich auch aus Erdöl gewonnen wird!) und zu allem Überfluss auch noch nach dem Einsatz von Unmengen an Insektenvernichtungs- und Unkrautvertilgungsmittel verlangt. All das funktioniert aber nur, wenn genügend Wasser vorhanden ist, mit dem die oftmals gentechnisch veränderten Feldfrüchte gewässert werden können. Und es sind Massen von Wasser dafür erforderlich.

Bedauerlicher- (oder logischer-) weise ist es aber so, dass ausgerechnet da, wo der Wald stirbt, weil ihn der Mensch abholzt um Ackerflächen, oder auch nur Weideland für die Produktion von Rindviechern für McDoof oder WürgerKing zu gewinnen, verschwindet der Regen und damit das Wasser. Die ursächlichen Zusammenhänge zwischen der Existenz der Wälder und dem Vorkommen von Wasser in Form von Flüssen, Seen und Regen, sind seit langem bekannt. trotzdem wird diese Erkenntnis konsequent ignoriert! Aber wen interessiert das schon? Die Politik ist nicht nur machtlos, sondern auch ohne jeden Willen, die weltweit immer problematischere Ernährungsfrage zu lösen und überlässt das Feld kampflos den großen Chemie-, Pharma und Gentechnikkonzernen. Aber auch die Energiekonzerne tragen ihren Teil dazu bei, dass sich die Verhältnisse nicht zu Gunsten der hungernden Menschen verändern. Nur hohe Rohstoffpreise, egal ob für Energie, Dünger, Saatgut oder egal was sonst noch, garantieren den Konzernen ihre enormen Gewinne!

Die Lösung sowohl für die Probleme des Umweltschutzes, als auch für die Abholzung unserer letzten relativ unberührten Wälder, könnte uns vielleicht die Umstellung der Landwirtschaft auf Vertical Farming eröffnen. Also die Erzeugung der von Menschen benötigten Nahrungsmittel mit Hilfe von Hochhäusern, in denen alle benötigten Produkte erzeugt werden könnten. "Ja, toll", werden jetzt einige sagen,"die Städte sind jetzt schon derartig dicht bebaut, dass kaum noch Platz für Grünflächen bleibt, geschweige denn für kleine Wäldchen oder auch nur einzelne Bäume." Aber als ich neulich durch die Stadt Bruchsal spazierte, fiel mir mitten im Zentrum ein großes, leerstehendes Gebäude auf - ein ehemaligens Kaufhaus!

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Ehemaliges Kaufhaus Schneider in Bruchsal


Was ist so ein Kaufhaus? Oder besser gesagt, was ist es gewesen, als Kaufhäuser noch Leben in unsere Städte brachten? Genau, eine meist über mehrere Etagen verteilte ,überdachte und beheizbare Verkaufsfläche, die möglichst groß sein sollte, um das Sortiment angemessen zu präsentieren! Heutzutage versuchen irgendwelche Marketing-Unternehmen kleine Teilflächen davon an noch kleinere Geschäfte zu vermieten oder verpachten, um wenigstens ein bisschen Geschäft zu machen. Erlebt habe ich das in meinem unmittelbaren Umfeld in Karlsruhe, Gaggenau, aber auch in Bruchsal usw., genau überall da, wo in den letzten Jahren und Jahrzehnten die großen Kaufhäuser einen stillen und einsamen Tod gestorben sind. Meist liegen diese Kaufhausleichen in den besten Innenstadtlagen und mir drängt sich beim Anblick dieser leerstehenden Gebäudekomplexe immer öfter die Frage auf, warum nicht wenigstens mal versuchsweise in einem solchen Gemäuer eine Vertical Farm errichtet wird?

  • Viel Fläche? Ist in der Regel vorhanden (Kaufhäuser sind stabil gebaut und die Raumhöhe meist so gewählt, dass bei den potenziellen Kunden keine Platzangst entsteht. Also sind sie auch dafür geeignet, landwirtschaftliche Produkte auf mehreren Ebenen je Stockwerk zu erzeugen)
  • Innenstadtlage? Die Lage ist meist eine Topadresse (Alle, besonders Politiker beklagen das Aussterben der Innenstädte durch das Verschwinden der Kaufhäuser. Für die Versorgung der Menschen in Städten ist aber nichts besser geeignet, als eine oder mehrere Vertical Farms direkt in ihrem Zentrum)
  • Infrastruktur, Strom-, Wasser-, Straßenanbindung? Alles vorhanden (Die Verteilung der Produkte ist auf Grund der Lage und der städtischen Infrastruktur überhaupt kein Problem. Aus Gründen des Umweltschutzes wäre es sogar möglich, direkt von den Vertical Farms aus mit Elektro-Transportern zu operieren)
  • Lagerflächen? Ausreichend vorhanden (Große Kaufhäuser besitzen relativ große Lagerkapazitäten. Diese waren notwendig, um genügend Waren zur Befriedigung der Kundenwünsche zu bevorraten. Durch kleinere Umbauten könnten diese durchaus so gestaltet werden, dass sie landwirtschaftliche Produkte über einen angemessenen Zeitraum frisch halten können)
  • Dachflächen zur Installation von Solar- und kleineren Windkraftanlagen? Ausreichend vorhanden (Mit Hilfe der modernen Technik ist es möglich, sowohl Sonnen-, als auch Windenergie zu gewinnen und diese entweder ins öffentliche Netz einzuspeisen, oder zur Reduzierung des eigenen Energiebedarfs zu nutzen!
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    Ehemaliges Kaufhaus Schneider in Bruchsal von der Fußgängerzone aus
  • Potenzielle Kunden? Sind in Form von Lebensmittelgeschäften und Stadtbewohnern prinzipiell in Massen vorhanden (die Kunden wohnen und arbeiten rund um die Vertical Farm herum - was kann besser sein?) Vermarktung der Produkte über Geschäfte, oder im Direkt-Marketing sollte kein allzu großes Problem darstellen!

Eine derartige Umnutzung dürfte bei weitem nicht so teuer kommen, wie ein kompletter Neubau. Diese Bauwerke, Sky Farms genannt, mögen vielleicht besser auf diese Aufgabe zugeschnitten sein, aber darum auch wesentlich teurer. Und die Gebäude stehen ja auch schon mitten in den Städten. Wo also bleiben die Investoren? Es ist wohl vermutlich immer noch interessanter - jedenfalls in wirtschaftlicher Hinsicht - landwirtschaftliche Nutzflächen in den Ländern der Dritten Welt zu missbrauchen, um den in den Industrieländern als angemessen erachteten Überfluss an Nahrungsmitteln zu erzeugen!

Aber sehen wir einmal von der Möglichkeit ab, landwirtschaftliche Produkte in solchen Vertical Farms in den Innenstädten zu erzeugen, gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten, diese Farms gewinnbringend zu nutzen. Betreibt man gleichzeitig auch noch Aquakultur, kann man nicht nur Frischfisch in großen Mengen erzeugen, man kann auch noch die Fäkalien dieser Tiere für die Düngung der Pflanzen verwenden. Es entsteht ein Kreislauf, in dem jedes Teil vom anderen profitieren kann. Dies verringert den Einsatz von Düngemitteln und steigert gleichzeitig den Ertrag. Auch die Produktion von Muscheln, Krebsen und anderen Krustentieren ist denkbar. Natürlich müssen die Aufzuchtbedingungen der Tiere, welche in den Aquakultursystemen leben, artgerecht sein, soweit sich das irgendwie umsetzen lässt. Schließlich schont das nicht nur die Umwelt, sondern eröffnet uns auch die Möglichkeit, die Überfischung der Meere zu stoppen. Wenn genug Fisch aus Aquakultur kommt, erhalten die noch in Freiheit überlebenden Fischbestände vielleicht die Möglichkeit, sich von dem seit Jahrzehnten betriebenen Raubbau zu erholen.

Nichts darf es in solch einem Kreislauf geben, das nicht wieder verwertet werden kann. Aus Pflanzenresten kann Humus gewonnen werden! Ausreichend Belüftung, genügend Licht und fertig ist die Vertical Farm, die rund um die Uhr, das ganze Jahr hindurch sauberes und nährstoffreiche Nahrungsmittel erzeugt! Und im Gegenzug wird die Natur geschont, kann landwirtschaftliche Nutzfläche der Natur wieder zurückgegeben werden (vorausgesetzt, man überlässt sie nicht irgendwelchen Energiekonzernen, um dort Energiepflanzen in großtechnischem Massstab anzubauen).

Es ist für eine solche Art der Landwirtschaft nicht notwendig, gentechnisch veränderte Pflanzen oder gar Tiere zu nutzen. Die Anbau- und Zuchtbedingungen sind vollständig vom Menschen zu beeinflussen und absolut unabhängig von den Veränderungen der klimatischen Bedingungen oder dem Wechsel der Jahreszeiten. Das benutzte Wasser wird ebenfalls in einem Kreislauf verwendet indem es durch die Fischtanks fließt und von dort in die Beete der Pflanzen gepumpt wird, um ihm die mitgeführten Hinterlassenschaften der Fische als Dünger zu entziehen.

Es ist für eine solche Art der Landwirtschaft nicht notwendig, gentechnisch veränderte Pflanzen oder gar Tiere zu nutzen. Die Anbau- und Zuchtbedingungen sind vollständig vom Menschen zu beeinflussen und absolut unabhängig von den Veränderungen der klimatischen Bedingungen oder dem Wechsel der Jahreszeiten. Das benutzte Wasser wird ebenfalls in einem Kreislauf verwendet indem es durch die Fischtanks fließt und von dort in die Beete der Pflanzen gepumpt wird, um ihm die mitgeführten Hinterlassenschaften der Fische als Dünger zu entziehen. Durch die schiere Größe der in dieser Art der Landwirtschaft verwendeten Gebäude, bietet sich auch die Nutzung des in unseren Breiten regelmäßig in größeren Mengen anfallenden Regenwassers innerhalb des Systems an. Dieses Regenwasser lässt sich problemlos sammeln und per Rohrleitung entweder direkt durch einen Filter den Aquaponic-Tanks zuführen, oder in unterirdischen Tanks bis zur Nutzung zwischengelagern.

Je länger ich über diese Idee nachdenke, desto besser gefällt sie mir. Leider fehlt mir der finanzielle Background, um ein solches Projekt zu starten.

weiterführende Links:

Samstag, 31. Oktober 2009

Vertical Gardens/Vertikale Gärten (Teil 2)

Warum werden unsere Städte eigentlich nicht einfach grüner, lebendiger gemacht, wenn man doch genau weiss, welche Folgen für´s Mikroklima die vorherrschenden Betonwüsten in unseren Städten haben? Die Antwort darauf ist relativ einfach - es ist zu teuer! Warum? Nun, offene Flächen in Städten und Ballungszentren sind extrem rar und darum sehr teuer. Die Quadratmeterpreise sind eine echte Unverschämtheit! Nicht umsonst muss man ständig auf der Hut sein, dass die wenigen noch vorhandenen Grünflächen nicht doch irgendwann zu Bauland werden und auf Grund akuter Finanznot der ewig klammen Stadtkämmerer meistbietend an irgendwelche großen Konzerne verscheuert werden, die in bester Lage ein repräsentatives Gebäude errichten wollen - möglichst nahe an den Schaltstellen der Macht, damit man so unauffällig wie möglich Einfluss nehmen kann!

Das macht es aber ebenfalls unmöglich, heute noch bebaute Flächen wieder in Grünflächen umzuwandeln! Zwei Fakten haben wir also nun als wichtig und richtig erkannt! Wir müssen mehr Grün in unsere Städte holen und genau dafür stehen keine Flächen zur Verfügung! Klar ist auch, dass die wenigen vorhandenen Grünflächen so angelegt sind, dass sie für die Kommunen möglichst "pflegeleicht" sind - d. h. meist riesige Rasenflächen, über die man dann und wann einen Trupp Landschaftsgärtner oder auch Hartz IV-Empfänger mit Rechen und Rasenmäher drüber jagen kann und die ansosnten keiner weiteren Pflege bedürfen! Die paar Bäume, die in diese sogenannten Parkanlagen stehen, sind natürlich nicht in der Lage, nennenswerte Mengen an CO2 zu binden. Dazu sind ganze Wälder notwendig und dafür ist in den Städten erst recht kein Platz vorhanden.

Aber wenigstens das Klima ließe sich verbessern, wenn man für mehr Grünzeug sorgen würde. Doch dabei darf es sich selbstverständlich nicht nur um Rasen handeln, denn der bindet nicht nur Nichts, nein, der reinigt auch die staubhaltige und mit Feinstaub versetzte Luft der Innenstädte nicht wirklich wirksam. Dazu bedarf es einer Flora (und natürlich auch Fauna), die artenreich und widerstandsfähig ist! Aber wo soll man diese Pflanzen wachsen lassen, wenn schon keine freien Flächen in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen?

Die Antwort ist so einfach, wie genial - wir müssen vertikale Gärten anlegen! Wir müssen die Wände als Gärten nutzen und davon gibt es in jeder Stadt jede Mengen - hässliche, graue Wände in allen erdenklichen Formen und Höhen und sie werden in keinster Weise genutzt! Also muss das Motto heissen:"Die Zukunft liegt in der Senkrechten, in der Vertikalen!" Wir müssen die Wände begrünen, um nicht nur sauberere Luft in unseren Städten zu erhalten, sondern auch noch eine abwechslungsreiche und dem Auge schmeichelnde Umgebung zu schaffen. Wie das genau aussehen könnte, ist bei Biotope City zu sehen, oder auch hier in dem Buch "Vertikale Gärten", von Jacques Leenhardt, Mario Ciampi, Anna Lambertini. Mit knapp unter 60,- € wird dieses Werk nicht gerade zum Schleuderpreis vertrieben, aber es ist sicher lesenswert, zumal es in deutsch erschienen ist und über weit mehr als 200 Fotos verfügt! Schon das Bild auf dem einband lässt im Betrachter den Wunsch nach "mehr", nach "viel mehr" gedeihen!

Das Prinzip der Vertikalen Gärten, der Vertical Gardens ist als ein denkbar einfaches. Wo es keinen Platz gibt, einen Garten "anzulegen, muss man eben mit einer sehr kleinen Grundfläche Vorlieb nehmen und dann die Höhe als maßgebliche Größe hinzu nehmen. Man lehnt seinen Garten also quasi an die Wand und spart so eine Menge Platz. Das funktioniert natürlich auch innerhalb von Gebäuden. Ideen dazu finden sich unter unter anderem auch auch hier im Blog, wo ich sie in verschiedenen Artikeln bereits beschrieben habe! Aber die Möglichkeiten sind nahezu unbeschränkt und die Forschung widmet sich dem Thema auch sehr intensiv. Freilich haben vertikale Gärten auch einen entscheidenden Nachteil - sie sind nicht umsonst zu haben und und niemand will das Geld dafür aufbringen! Deshalb muss noch eine Menge Überzeugungsarbeit geleistet werden, um eine grundsätzliche Änderung der Einstellung gegenüber der Natur herbei zu führen. Denn wer einen vertikalen Garten anlegt, weil er die Wandfläche besitzt, der tut ja nicht nur anderen damit etwas Gutes, sondern auch und vor allem sich selbst und seiner Immobilie. Wenn man mal davon ausgeht, dass die bisher für eine Fassadenbegrünung genutzten Kletter- und Schlingpflanzen (wie z.B. Efeu oder Wilder Wein) Die Fassaden eher schädigen, als sie zu begrünen, weil sie ihre Wurzeln naturgemäß in jede noch so kleine Ritze der Fassade zu drängen versuchen (sie sind nämlich sogenannte Lichtflüchter), können sie diese erheblich schädigen! Dazu kommt, dass die Rankgerüste in aller Regel nach wenigen Jahren von den sie bewachsenden Pflanzen verbogen und zerstört werden, sieht das ganze nicht mehr so schön aus. Schade, dass solche berankten Fassaden von Architekten konstruiert werden, die nicht den Hauch einer Ahnung davon haben, was sie damit den Pflanzen, wie auch dem Hausbesitzer antun. Werden Pläne mit fassadenbegrünten Außenwänden visualisiert, sehen sie immer hübsch, gepflegt und edel aus! Die Realität ist dann meist weit von den Plänen und den Wünschen des Investors entfernt! Und so stirbt die Fassadenbegrünung meist mit der ungedüngten und vor dem Haus in den Boden gepflanzten Ranke! Ein wahrhaftig traurige Anblick. Dass den Geldgebern unter solchen Umständen schnell die Lust an der stadtnahen Natur vergeht und sie die Würgepflanzen vor ihren Fassaden nach kurzer Zeit nicht als wichtig für das Stadtklima und als Bereicherung für die Menschen in den Städten ansehen, sondern als Schädlinge, die das Bauwerk angreifen und zerstören, kann man durchaus verstehen. Aber es geht auch anders, wie die Links hier in diesem Artikel und in meinem Post vom Sommer 2009 "Vertical Gardens/Vertikale Gärten" zeigen.

Freilich ist nicht jeder im Besitz eines Hauses. Mancher lebt, so wie ich auch, zur Miete. Aber auch hier ist es möglich, mit günstig zu erstehendem Material aus dem Baumarkt, seine Wohnung zu begrünen und sich das ein oder andere Gemüse nicht nur auf der Fensterbank, sondern auch an der Wohnzimmerwand zu ziehen. Etwas handwerkliches Geschick ist dabei schon von Vorteil. Aber wer die Welt verändern und besser machen will, der darf eben nun mal nicht an jeder Hand 5 Daumen haben!

weiterführende Links: