Donnerstag, 18. September 2008

Ei wer zahlt denn nun für die Asse?

Wer geglaubt hat, mit der Übernahme des Atommüllendlagers Asse durch Sigmar Gabriels Bundesumweltministerium, herrsche nun eitel Sonnenschein und alle Probleme seien nun keine mehr, der hat sich - wie so oft in Sachen Umwelt- und Naturschutz - mal wieder heftigst geirrt!
Die Asse, die sich als Endlager für radioaktive Abfälle zu einem Umweltdesaster allererster Güte entwickelt hat, kommt jetzt, nachdem die Energiekonzerne sich mit ihren Atommeilern richtiggehend dumm und dämlich verdient haben, den Steuerzahler richtig teuer zu stehen! Wie die net-tribune in ihrem Artikel "Asse-Kosten trägt der Steuerzahler" vom 16.9.2008. Nach Aussage von Sigmar Gabriel sei die Vertragslage eindeutig. Das freut den Bürger, kann ich da nur sagen und vor allem die Manager der Energiekonzerne (die haben offenbar gut verhandelt, oder wenn man es ein wenig sarkastischer formulierne will, da haben sie die Politik aber satt über den Tisch gezogen - Gratulation. Von solchen Politikern fühlt man sich doch bestens vertreten!).
Also, wenn man es aus der Sicht der Energiekonzerne sieht, ist das so, wie es nun läuft, nur konsequent. Der Bürger wurde mit "sauberer", "kostengünstiger" und "sicherer" Energie versorgt, dann soll er nun gefälligst auch für die Endlagerung bezahlen!
Wann hat mal ein Politiker so viel Mumm und zeigt den Konzernen, wo der BArthel den Most holt? ich glaube, dass wir da noch lange drauf warten müssen. Aber eines dürfen wir nicht! Die Hoffnung aufgeben, dass die Vernunft doch noch irgendwann über Größenwahn und Gier triumphieren wird!

Kommentare:

Gerhard hat gesagt…

Bevor Politiker das Denken anfangen ist es einfacher keinen Atomstrom mehr zu kaufen. Denn ohne Kunden kann der beste Konzern nicht überleben - mit oder ohne gewählte Hohlköpfe.

Gerhard Zirkel

Thialfi hat gesagt…

Danke für Deinen Hinweis, Gerhard. Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit für jeden Gegner des atomaren Wahnsinns sein, auf diese Art der Energieerzeugung zu verzichtzen und sich seinen Strom - wie Du richtig vorschlägst - bei einem Ökostromanbieter zu beziehen. Möglichkeiten gibt es heutzutage, den Göttern sein dank, genug!

Liebe Grüße von Thialfi