Samstag, 20. Dezember 2008

Holz-"Hacker" meucheln den Regenwald!

Auf Yahoo.de habe ich diese Meldung von der Nachrichtenagentur glp gefunden: "Hacker tragen zur Regenwaldabholzung am Amazonas bei". In der Meldung heisst es, 107 Holzfällerfirmen seien in einen Skandal verwickelt, bei dem eigens engagierte Hacker sich in die staatlichen Computernetzwerke einklinken und dort im Auftrag der Unternehmen, die bereits exportierten Holzmengen verändern. So erschleichen sich die Holzfirmen immer neue Ausfuhrgenehmigungen und verkaufen mehr Holz, als sie eigentlich dürften. Das dieses Vorgehen nicht besonders gut für den Amazonas-Regenwald ist, brauch an dieser Stelle nicht besonders hervorgehoben werden! Aufgedeckt hat dieses Verbrechen gegen den Wald, gegen Mutter Erde und gegen die Menschen einmal mehr Greenpeace! Bravo Leute, weiter so!

Eigentlich sollte den Firmenbossen klar sein, dass sie so noch viel schneller das Ende der Fahnenstange erreichen, als es selbst die pessimistischsten Prognosen befürchten lassen. Wenn sie den letzten Baum abgesägt und in die USA oder nach Europa verschifft haben, würde mich echt mal interessieren, was sie dann abzuholzen gedenken? Oder satteln sie dann mit EU-Hilfsgeldern und Entwicklungshilfe auf Rinderzucht um, indem sie die freigewordenen Flächen beweiden lassen? Vielleicht machen sie aber auch den großen Reibach mit Zuckerrohrplantagen gigantischen Ausmaßes. Sigmar Gabriel wird sicher dankbar den dort erzeugten "Biosprit" annehmen und ihn dem Benzin beimischen. Schließlich will man ja seinen Audi Q7 oder Porsche Cayenne turbo S "umweltfreundlich" betreiben. 8 oder 10 Zylinder wollen schließlich gefüttert werden und das gute Umweltgewissen darf man ja auch nicht vernachlässigen, nicht wahr?

Was aus den armen Holzfällern wird, die mit Feuereifer bei der Sache mitwirken und Baum um Baum ermorden (meist mit Hilfe deutscher Qualitätswerkzeuge wie z.B. Stihl Motorsägen)? Wen interressiert das schon? Die Verbrecher an der Konzernspitze sicher nicht!

Kommentare:

Gerhard hat gesagt…

Oh, die forsten schon wieder auf - man denkt ja mit. Ein paar Millionen Eukalyptusbäume drauf, die sind anspruchslos und wachsen schnell.

Und schon kann man noch ein paar Jahre länger Holzhacken. Dumm nur, dass diese Plantagen das Grundwasser praktisch absaugen, ohne jedoch durch ein ökologisches Gleichgewicht für Nachschub zu sorgen.

Irgendwann merken sie dann schon, dass nach dem Eukalyptus nicht einmal mehr Zuckerrohr wachsen wird ...

Die Holzfäller die diesen Job ohnehin nur machen, weil ihnen vorher das Land weggenommen wurde sterben dann mit dem letzten Baum - das spart uns die Spendengelder um sie am Leben zu halten.

Eine sog. Win-Win-Situation

Gerhard Zirkel

Thialfi hat gesagt…

Ja, Gerhard, ich habe mich schon immer gefragt, was denn so eine klassische Win-Win-Situation eigentlich aus macht. Jetzt weiss ich es endlich. Danke -.-